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Sozialpolitische Veränderungen stellen die Träger der Eingliederungshilfe vor neue Herausforderungen. Der gewünschte Wandel vom „Fürsorgesystem“ hin zu einem personenzentrierten, bedarfsgerechten Teilhabesystem veranlasst die Verantwortlichen zum Überdenken, zur Umstrukturierung bzw. zur Erweiterung ihres Dienstleistungsangebotes.

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Birgitta Neumann

Management- und Organisationsberaterin. Ansprechpartnerin für Unternehmen der Behindertenhilfe

Birgitta Neumann

Der 45-Jährige leitet nun die Einrichtung der Diakonie Ruhr gemeinsam mit Birgit Westphal und ist verantwortlich für die Bereiche Produktion und Dienstleistungen. Insgesamt finden 680 Menschen mit Behinderung in der Werkstatt eine Beschäftigung.

Seit dem Jahreswechsel präsentiert sich die Stiftung Liebenau mit einem neuen Markenauftritt. Das einheitliche Erscheinungsbild soll die Wiedererkennbarkeit der gemeinnützigen Tochtergesellschaften im Stiftungsverbund stärken. Aufgrund der zunehmenden Dezentralisierung sozialer Angebote soll so Orientierung gegeben werden.

Arnd Lattenkamp ist der neue kaufmännische Geschäftsführer der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (CWWN). Er ersetzt Anton Heeman, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat. Auch im Bereich Personal/Soziales gab es einen Geschäftsführerwechsel. Wolfram Teschner, der vorher als Bereichsleiter bei den CWWN tätig war, übernimmt den Posten von Bernhard Wippermann.

Zu Beginn des Jahres 2017 werden zahlreiche Neuregelungen im Arbeits- und Sozialrecht wirksam. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales informiert über die wichtigsten Änderungen. Eine (arbeitgeberrelevante) Neuerung, die das Schwerbehindertenrecht betrifft, ist: Der Schwellenwert für die Freistellung einer Vertrauensperson sinkt von derzeit 200 schwerbehinderten Menschen im Betrieb auf 100.

Hinsichtlich der erschwerten Chancen von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt beabsichtigt das Bundesteilhabegesetz (BTHG) u.a. durch gesetzliche Änderungen der Rahmenbedingungen bei  Integrationsunternehmen bessere Möglichkeiten zur Eingliederung ins Arbeitsleben auf dem regulären Arbeitsmarkt zu schaffen. Am 1. Dezember wurde das Gesetz von Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles verabschiedet. Es beinhaltet Änderungen, die bestehende sowie neu zu gründende Integrationsunternehmen vor strukturelle und organisatorische  Modifikationen stellen werden.

In Siegen-Wittgenstein und Olpe gehen immer mehr Menschen mit Behinderung einer  Beschäftigung nach. Für den Zeitraum des Jahres 2014 ergab eine statistische Auswertung, dass sich im Durchschnitt 5.094 schwerbehinderte Menschen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis befanden. Das sind 12,6% mehr gegenüber der letzten Auswertung von 2010. Diese Informationen rückte Dr. Bettina Wolf, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit im Kreis Olpe.  anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am Samstag, den 3. Dezember, in den Fokus ihres monatlichen Arbeitsberichts. Dennoch zeigte Wolf sich nicht ganz zufrieden. Statistisch betrachtet sei die Chance für einen Menschen mit Behinderung in Brot und Arbeit zu kommen nämlich immer noch halb so hoch wie bei durchschnittlichen Arbeitslosen. Und das, obwohl Menschen mit Schwerbehinderung genauso gut ausgebildete Fachkräfte sind, so Wolf.

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Behindertenhilfe könne nur mit Bündnispartnern vor Ort gelingen, so Diakon Uwe Thünemann. Thünemann ist Ressortleiter für die Wohnungsangebote der diakonischen Stiftung Wittekindshof zwischen Rahden und Oberhausen. Er hat mit seinen Mitarbeitenden eine klare Strukturreform erarbeitet um klare Ansprechpartner vor Ort zu schaffen. In Zukunft wird Diakon Burkhard Hielscher als Geschäftsbereichsleiter für das ambulante und das stationär unterstützte Wohnen für Menschen mit Behinderung zuständig sein. Des Weiteren fällt das Kontakt- und Informationszentrum (KIZ) am Markt in Lübbecke, die Wohnschule sowie die Tagesstrukturierenden Angebote im Altkreis Lübbecke nun in seinen Zuständigkeitsbereich.

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Die Frühförderung und der Fachbereich Arbeit gehören jetzt zum Angebotsportfolio der Lebenshilfe Südschwarzwald in Bad Säckingen. In der Frühförderung werden die Kleinsten von zwei Jahren bis zur Einschulung betreut und im Fachbereich Arbeit die Menschen mit Behinderungen in Arbeit gebracht. Lebenshilfe-Geschäftsführer Ulrich Pfeiffer betonte, dass die Erweiterung keine Konkurrenz zu den Werkstätten der Caritas sei. Vielmehr wolle man mit dem als „Kompass“ betitelten Projekt Menschen in den Fokus rücken, die nicht in der Lage sind, in Werkstätten zu arbeiten. Eine Besonderheit ist, dass sich Trainings- und spätere Arbeitsplätze in allgemeinen Unternehmen des Arbeitsmarktes befinden werden. Mit diesem Modell ist die Lebenshilfe Südschwarzwald bundesweit führend.

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