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Sozialpolitische Veränderungen stellen die Träger der Eingliederungshilfe vor neue Herausforderungen. Der gewünschte Wandel vom „Fürsorgesystem“ hin zu einem personenzentrierten, bedarfsgerechten Teilhabesystem veranlasst die Verantwortlichen zum Überdenken, zur Umstrukturierung bzw. zur Erweiterung ihres Dienstleistungsangebotes.

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Birgitta Neumann

Management- und Organisationsberaterin. Ansprechpartnerin für Unternehmen der Behindertenhilfe

Birgitta Neumann

Mittwoch, 04 April 2018 11:30

Interim-Management: Krisenintervention in der Behindertenhilfe

Matysek Sebastian 
 Sebastian Matysek

Das Interim-Management als Lösung auf Zeit bietet sich an, um kurzfristige Personalengpässe auf Leitungsebene aufzufangen. Aber die professionellen und erfahrenen ManagerInnen verschaffen nicht nur Luft und Raum für personelle, sondern auch für strukturelle Veränderungen im Unternehmen. Mit Fingerspitzengefühl heißt es da: an einem Strang ziehen und Mitarbeitende mitnehmen. Sebastian Matysek über die A&Os des Interim-Managements.

 

Vakanzen und Engpässe – das Interim-Management als flexible Lösung

Meistens kommen Interim-ManagerInnen bei der Überbrückung von personellen Ausfällen oder Vakanzen zum Einsatz. Ihre Flexibilität bietet den Auftraggebern sowohl inhaltliche als auch zeitliche Vorteile. Somit stellen Interim-ManagerInnen eine kurzfristige Alternative gegenüber einer Festanstellung dar. Ein Einsatz ist innerhalb weniger Tage möglich. Gerade wenn es darum geht, eine konstante Leitungspräsenz sicherzustellen, ist häufig keine Zeit für ein aufwendiges Ausschreibungsverfahren vorhanden. Allerdings ist es gerade bei der Nachbesetzung von Führungspositionen wichtig, die richtige Entscheidung mit genügend Zeit zu treffen. Hier bietet das Interim-Management eine zeitliche Entlastung.

Neue Perspektiven und zeitgemäße Organisationsabläufe

Manchmal geht es aber nicht nur um eine zeitliche Überbrückung, sondern um konkrete Veränderungen. Die externe Perspektive der Interim-ManagerInnen bietet der Organisation eine Chance: Von außen kommend können Situationen und Projekte unvoreingenommen, ohne Verstrickungen, mit frischem Auge und Erfahrungen aus anderen Organisationen beurteilt werden, um so die richtigen Maßnahmen einzuleiten. Auch die „Das-machen-wir-schon-immer-so“-Abläufe müssen sich vor dem Interim-Manager oder der -Managerin neu beweisen und inhaltlich überzeugen. Das heißt nicht, dass zwangsläufig alles anders wird. Doch bedenkliche Abläufe, die über viele Jahre zu alltäglichen Gewohnheiten geworden sind, werden hinterfragt. Schließlich sollten auch Organisationen der Sozialwirtschaft mit der Zeit gehen.

Weitreichendere Veränderungen stehen bei einer konzeptionellen Neuausrichtung an. Als ExpertIn mit langjähriger Berufserfahrung bringt ein Interim-Manager oder eine -Managerin ein hohes Maß an Fachwissen und Kompetenz mit. Gerade der Kontakt zu unterschiedlichen Einrichtungen und Organisationen sichert die nötige inhaltliche Aktualität, wenn es um konzeptionelle Veränderungen geht. Beispielsweise ändern sich durch das BTHG aktuell die Rahmenbedingungen in der Behindertenhilfe und fordern immer stärker eine Umstellung von einrichtungszentrierten Abläufen hin zur individuellen Personenzentrierung. Hier bietet das Interim-Management fachliche Impulse.

Das Interim-Management als „112“ für Unternehmen der Behindertenhilfe – Sofortige Krisenintervention

Die Bewältigung einer Krise kann durch einen Interim-Manager oder eine -Managerin angegangen werden. Die Erfahrung, sich schnell in eine Situation einzuarbeiten, gepaart mit fachlichem Know-how und der nötigen zeitlichen Flexibilität und Spontaneität, ermöglicht einen angemessenen Umgang mit Notlagen.

Vertrauen und Teamwork

Wie agiert ein/e Interim-ManagerIn? Zunächst geht es immer darum, sich ein eigenes Bild über die Situation vor Ort zu verschaffen. Es ist erforderlich, sowohl die Mitarbeitenden als auch KlientInnen kennenzulernen. Dieser persönliche Kontakt ist besonders wichtig, weil alle gemeinsam am selben Strang ziehen müssen, wenn es darum geht, Probleme zu lösen. Nur so wird die Nachhaltigkeit des Einsatzes gesichert und eine positive Entwicklung angestoßen. Dabei ist allerdings oft Fingerspitzengefühl gefragt, schließlich muss der oder die Interim-ManagerIn die Mitarbeitenden von sich und den eigenen Ideen überzeugen. Gerade zu Beginn ist eine gewisse Skepsis seitens der Mitarbeiterschaft keine Seltenheit.
Diese Skepsis lässt sich am leichtesten überwinden, wenn sich das Team abgeholt fühlt und der oder die Interim-ManagerIn der Belegschaft auf Augenhöhe begegnet. Hilfreich sind dabei: Transparenz, Präsenz und Authentizität.

Das A und O des Interim-Managements

Transparenz: Was sind die Gründe für den Einsatz? Was sind die Ziele? Der Einsatz eines Interim-Managements löst viele Fragen aus, die in den meisten Fällen einfach zu klären sind. Um dem „Flurfunk“ zuvorzukommen, werden diese Fragen idealerweise gleich zu Beginn beantwortet. Der Raum für Spekulation lässt sich durch Offenheit begrenzen und Unsicherheit lässt sich durch Klarheit vermeiden.

Präsenz: Interim-ManagerInnen sollten während ihres Einsatzes sichtbar und ansprechbar sein. Nur so ist es möglich, die Mitarbeitenden und KlientInnen kennenzulernen, ein Gefühl für die Organisation zu bekommen und ein Teil des Teams zu werden. Als EinzelkämpferIn wird der oder die Interim-ManagerIn die Herausforderungen nicht stemmen.

Authentizität: Vertrauen basiert auf Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit. Die anfängliche Skepsis von Seiten der Mitarbeitenden sollte ernst genommen werden. Es ist wichtig, kohärent und konsequent zu handeln. Der oder die Interim-ManagerIn muss so vorgehen, wie es ankündigt wurde und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Die Mitarbeitenden kennen ihn oder sie meist nicht persönlich und sie beurteilen danach, was er oder sie tut. Deshalb sollten Handlungen überzeugen, aber vor allem muss das Verhalten vor Ort ein stimmiges Gesamtbild erzeugen.

Werden die Merkmale berücksichtigt, kann der oder die Interim-ManagerIn die Grundlage für eine überzeugende Kommunikation erarbeiten, auf der die weitere Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden aufbaut. So kann der gemeinsame Weg erfolgreich bestritten werden.

Text: Sebastian Matysek, Organisationsberater im Marktfeld Behindertenhilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe bei contec

 

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