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Kinder- und Jugenhilfe

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Gesellschaftliche Wandlungsdynamiken rücken die Kinder- und Jugendhilfe zunehmend in den öffentlichen Fokus. Kindertagesbetreuung - allen voran der Ausbau der Betreuungsangebote für unter Dreijährige - Fragen des Kinderschutzes oder präventive Angebote werden ebenso diskutiert wie auch reaktiven Hilfsformen. Da  Jugendhilfe vermehrt auch im Umfeld von Schule stattfindet, rücken neue kooperative Netzwerkformen stärker in Fokus.

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Montag, 10 Oktober 2016 08:32

Schnittstelle zwischen Kinder- und Jugendhilfe und der Behindertenhilfe – Rehabilitation und Teilhabe funktionieren gemeinsam

Junge Menschen mit Behinderung zwischen den Systemen

Rehabilitation und Teilhabe für junge Menschen mit Behinderung folgt bislang einem trennenden Ansatz. Die dabei im Kern stehende Eingliederungshilfe wird zwei Hilfesystemen zugeordnet: Eingliederungsleistungen für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche fallen in den Bereich der Sozialhilfe nach §§ 53 f. SGB XII. Die Zuständigkeit der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte oder von einer solchen Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche, ist durch § 35 a SGB VIII dem Kinder- und Jugendhilfebereich zugeordnet. Hinzu kommen noch vorgelagerte Hilfen durch das Schul- und Gesundheitssystem.

Die Diskussion über diese Schnittstellenproblematik wird schon länger geführt. Mit der sog. „Großen Lösung im SGB VIII“ wird eine Zusammenführung der Hilfe zur Erziehung mit der Eingliederungshilfe bezweckt (Einführung eines Leistungstatbestandes „Hilfe zur Entwicklung und Teilhabe“). Dabei sind aber noch Fragen bzgl. Anspruchsinhaber, Behinderungsbegriff und Harmonisierung der unterschiedlichen Kostenheranziehungssysteme offen. Dass die Eingliederungshilfe nun im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes reformiert werden soll, verkompliziert das Ganze. Was das für die Große Lösung heißt, bleibt dabei offen. Klar ist aber schon längst, dass sich Träger der Behinderten- und Jugendhilfe neu aufstellen müssen.

 

Angebots- und Strukturwandel

Der massive Abbau stationärer Hilfsangebote im Jugendhilfebereich trägt dem durch die UN-Behindertenrechtskonvention getragenen Inklusionsgedanken Rechnung. In den Fallzahlen der Jugendhilfestatistik ist gleichzeitig der Ausbau ambulanter und familienorientierter Angebote zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist ein klares Indiz für eine starke sozialräumliche und inklusive Ausrichtung der Hilfeleistungen im Jugendhilfebereich. 

Fachübergreifend und gemeinsam

Wer jetzt noch in seiner eigenen (Hilfeleistungs-) Sparte denkt, verliert den Anschluss. Allen voran braucht es eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit mit der Behindertenhilfe, mit den Diensten der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der formellen und informellen Bildung und den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe, um passgenaue Angebotsformen mit fachlich qualifiziertem Personal zu entwickeln.

Entwicklung zu Kompetenzträger

Die Zeiten, in denen die Hilfegewährung durch denselben Träger der freien Wohlfahrtspflege „von der Wiege bis zur Bahre“ durchgeführt wurde, werden enden. Die Grenzen der Zugehörigkeit zu den Hilfesystemen der Kinder- und Jugendhilfe bzw. Behindertenhilfe, werden diffus. So werden Jugendhilfeausschüsse veränderte Zusammensetzungen erfahren und Träger der Behindertenhilfe ihre Plätze beanspruchen bzw. sich um die Förderung nach SGB VIII bewerben. Für die freien Träger der Jugendhilfe werden junge Menschen mit Behinderungen zur ganz normalen Zielgruppe.

Die Umsetzung dieser inklusiven Gedanken geschieht prozesshaft und in kleinen Schritten. Schritte, die die freien Träger hinsichtlich personeller, finanzieller und konzeptioneller Herausforderungen aktiv mitgestalten können. Im Bereich der Eingliederungshilfen müssen die Prioritäten weiterhin auf der Formulierung von einheitlichen Leistungsbeschreibungen und Qualitätsstandards liegen. In diesem Zuge müssen adäquate Leistungsvergütungen durchgesetzt werden, um u. a. den Problemen der bestehenden Personalfluktuation entgegenzuwirken und somit die qualitative Förderung und Unterstützung von jungen Menschen mit Behinderungen sicherzustellen.

Autor: Philipp Wegner, Organisationsberater

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