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Kinder- und Jugenhilfe

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Gesellschaftliche Wandlungsdynamiken rücken die Kinder- und Jugendhilfe zunehmend in den öffentlichen Fokus. Kindertagesbetreuung - allen voran der Ausbau der Betreuungsangebote für unter Dreijährige - Fragen des Kinderschutzes oder präventive Angebote werden ebenso diskutiert wie auch reaktiven Hilfsformen. Da  Jugendhilfe vermehrt auch im Umfeld von Schule stattfindet, rücken neue kooperative Netzwerkformen stärker in Fokus.

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Ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland stellt Staat und Gesellschaft ein schlechtes Zeugnis bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland aus. Rund drei Viertel sind der Ansicht, dass diese "eher wenig" oder "sehr wenig" tun, um Kinderarmut wirkungsvoll entgegenzutreten. Neben diesem unzureichenden Engagement sind zu geringe Einkommen der Eltern durch prekäre Arbeitsverhältnisse sowie die zu geringe Unterstützung für Alleinerziehende die wichtigsten Auslöser für Kinderarmut in Deutschland.

Diakonie-Vorstand Thomas Feld und Landes-Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe freuen sich, dass Bildungskosten künftig mehr Berücksichtigung finden sollen. Im vergangenen Jahr haben die beiden christlichen Wohlfahrtsverbände 1.300 Kindern und Jugendlichen aus dem Oldenburger Land einen Zuschuss zum Bildungsmaterial ausgezahlt, weil ihr Bedarf über möglichen Erstattungen der Sozialhilfeträger lag. Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass die Leistungen für Bildung und Teilhabe verbessert, das Schulstarterpaket aufgestockt werden und die Eigenanteile zu Mittagsverpflegung und Schülerbeförderung entfallen.

Berlin ist das einzige Bundesland, in dem es keine verbindliche Freistellung für ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit gibt. Das muss sich ändern, fordert der Landesjugendring Berlin von der Politik im Rahmen der Kampagne „EA-TEAM: Mission gutes Ehrenamt“. Im Fall einer Freistellung soll außerdem der Ausfall aus Landesmitteln erstattet werden.

Das Land Berlin und die Trägerverbände haben vereinbart, dass der Eigenanteil der Träger um 0,5 Prozent im Jahr sinken soll. Zurzeit haben die Betreiber einen Eigenanteil von 7 Prozent, dieser sinkt bis auf 5 Prozent im Jahr 2021. In diesem Zeitraum sollen die Träger die Platzzahlen aufstocken und die steigenden Personalkosten finanzieren. In den Jahren 2018 und 2019 möchte das Land Berlin zusätzliche Anreize zum Platzausbau schaffen.

In dem 1982 gegründeten Heilpädagogischen Zentrum der Lebenshilfe in Schweinhütt, zu dem auch die Christopherus-Schule gehört, werden rund 100, zum Teil mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche betreut und unterrichtet. Etwa 100 ErzieherInnen, Lehrkräfte, KinderpflegerInnen sowie medizinisches und weiteres Fachpersonal kümmern sich um die besonderen Bedürfnisse dieser. Die Lebenshilfe zählt im gesamten Landkreis mit zirka 400 Beschäftigten mittlerweile zu den größten Arbeitgebern. Brunner nahm sich Zeit für Gespräche mit den BetreuerInnen und den Kindern und zeigt sich erfreut über die Einrichtung: „Mit Angeboten wie der Christophorus-Schule kümmert sich die Lebenshilfe um die Schwächsten in unserer Gesellschaft und bietet ihnen eine Chance zu Selbstverwirklichung und sozialer Integration“.

www.wochenblatt.de

Die Pflegeministerin Dr. Katarina Barley informierte sich in der Fachstelle für pflegende Angehörige der Diakonie Berlin-Stadtmitte e.V. in Gesprächen mit Kindern und Jugendlichen, die Angehörige pflegen, über deren Probleme und Wünsche. Es wurde deutlich, dass mit ihrem Einsatz nicht nur große Verantwortung, sondern auch Nähe und Vertrauen einhergeht. Vom Bundesministerium wurde daher das Projekt „Pausentaste – Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe“ initiiert. Ab dem neuen Jahr können sich Kinder und Jugendliche unter anderem kostenfrei bei der „Nummer gegen Kummer“ anonym beraten lassen. Online finden Betroffene Hilfe unter www.nummergegenkummer.de. Die Fachstelle für pflegende Angehörige vernetzt Angebote und Akteure und hilft Betroffenen, Akzeptanz in ihrem sozialen Umfeld zu gewinnen.

www.bmfsfj.de

Donnerstag, 31 August 2017 11:25

Verbreitung von Großtagespflege hat zugenommen

Die Anzahl von Großtagespflegestellen ist laut Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2017 deutlich gestiegen. So gab es im Jahr 2016 deutschlandweit 3.039 statistisch erfasste Großtagespflegestellen und damit 1.176 mehr als noch im Jahr 2012. Zugleich konnten deutliche Unterschiede auf Länderebene verzeichnet werden: Im einwohnerstarken Nordrhein-Westfalen wurden 1.128 Großpflegestellen gezählt, im ebenfalls bevölkerungsreichen Bayern hingegen nur 267 Stellen.

Donnerstag, 31 August 2017 11:17

Bundesjugendministerin fordert Jugend-Check

Mit dem Anliegen herauszufinden, inwieweit politische Maßnahmen mit den Vorstellungen und Interessen von Jugendlichen übereinstimmen, forderte Bundesjugendministerin Dr. Katarina Barley zum Internationalen Tag der Jugend, dass ein Jugend-Check umgesetzt wird. Seit August 2017 hat das Bundesjugendministerium nun gemeinsam mit dem Institut für Gesetzesfolgenabschätzung das „Kompetenzzentrum Jugend-Check“ beim Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer (FÖV) eingerichtet. Dieses soll zunächst die Reglungsentwürfe aller Bundesressorts prüfen und dazu Stellung nehmen. Darüber hinaus möchte Barley, dass schon ab 16 Jahren gewählt werden darf.

www.sozial.de

Der Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen (BVkE) und das Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ) hat durch eine Evaluation erstmals wissenschaftlich abgesicherte Aussagen zur Effektivität pädagogischer Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (umF) vorgelegt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Jugendlichen umso mehr Kompetenzen entwickeln, je umfassender das Clearing ist und je länger die Hilfe dauert. An dem Projekt, das seit 2004 mit Mitteln der Glücksspirale über drei Jahre gefördert wurde, beteiligten sich 36 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen aus Deutschland und Österreich.

www.caritas.de

Der Kreisverband Volkssolidarität Saale-Kyffhäuser übernimmt zum 1. Mai 2017 den Kita-Träger SKV und damit die 14 Standorte des Vereins. Alle Beschäftigten werden dabei zu denselben Bedingungen übernommen. Der Kreisverband der Volkssolidarität werde weiterhin am Haustarif, der an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gekoppelt ist, festhalten.

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