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Obwohl der Bedarf an professioneller Pflege stetig zunimmt, stehen die Entscheider und Führungskräfte der Branche vor großen Herausforderungen. Insbesondere stationär orientierte Anbieter müssen ihre bisherige Unternehmensstrategie kritisch prüfen und den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen anpassen. 

Informationen zum Beratungsangebot der contec GmbH finden Sie hier.

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Thorsten Böger

Management- und Organisationsberater. Ansprechpartner u.a. für Pflege und Altenhilfe (inkl. Interim Management)

Thorsten Böger

Dienstag, 20 Juni 2017 10:34

Das Siegel für eine starke Pflege: Olav Sehlbach über den AAP

Sehlbach OlavDie contec hat ein Zusatzmodul für das Siegel ATTRAKTIVER ARBEITGEBER PFLEGE von sehlbach & teilhaber entwickelt. Ab sofort kann der „contec-Zukunftscheck“ zu der Standardbefragung dazu gebucht werden. Unsere Redaktion hat mit Olav Sehlbach, dem Geschäftsführer von sehlbach & teilhaber, über den AAP gesprochen. Erfahren Sie im Interview, was hinter der Auszeichnung steckt und wie Sie Ihnen hilft, sich demografiefest aufzustellen.

 

Herr Sehlbach, was steckt hinter der Auszeichnung ATTRAKTIVER ARBEITGEBER PFLEGE?

Während unserer jahrelangen Tätigkeit mit dem Schwerpunkt Belegungsmanagement und den Kundenbefragungen haben wir festgestellt, dass auf lange Sicht das Problem der Anbieter von Pflegeleistungen weniger in der Akquisition von Kunden und Kundinnen bzw. Bewohnern und Bewohnerinnen liegen wird, sondern vielmehr darin, qualifizierte und motivierte Mitarbeitende zu finden und langfristig an sich zu binden. Diesem Ansatz wollten wir uns strategisch nähern, aber nicht in Form einer klassischen Personalberatung mit Personalvermittlung, sondern eher auf unserem altbekannten Terrain: Der Befragung. In Kooperation mit dem Vincentz Network kam dann die Idee zustande, nicht nur eine bloße Bestandsaufnahme mithilfe von Mitarbeiterbefragungen durchzuführen, sondern durch die Besiegelung einen besonderen Anreiz für Arbeitgeber der Pflege zu schaffen – denn für die Darstellung auf dem Arbeitgebermarkt ist es unumgänglich, Zeichen zu setzen.

Welchen Vorteil hat die Befragung und ein solches Zertifikat für die ausgezeichneten Unternehmen?

Es gibt drei Hauptnutzen, die jeweils unterschiedlich wichtig für die teilnehmenden Unternehmen sind. Das erste sind die Handlungsempfehlungen, die sich nach der Auswertung der Mitarbeiterbefragungen ergeben, aufbauend auf der Stärken-Schwächen-Analyse. Für manche Kunden ist der zweite Nutzen, der AAP als Mitarbeiterbindungsinstrument, besonders interessant. Bereits der Prozess, bzw. das Initiieren der Befragung zeigt den Mitarbeitenden, dass ihr Arbeitgeber sie wertschätzt und dass ihr Wohlbefinden für ihn eine Rolle spielt – der Arbeitgeber macht sozusagen Beziehungsarbeit. Der dritte Nutzen liegt in der Gewinnung neuer Fachkräfte. Denn das Siegel bescheinigt dem Arbeitgeber objektive Attraktivität, kann also als Instrument der in- wie externen Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.

Erläutern Sie unseren Lesern doch kurz, wie der Prozess für sie ablaufen würde und was auf sie zukommt, wenn sie sich mit dem AAP auszeichnen lassen möchten.

Siegel AAP 212x228Wir verstehen uns als Dienstleister, das heißt, wir übernehmen alles, was dem Kunden zusätzliche Arbeit macht, damit er sich voll und ganz mit den späteren Ergebnissen und der Handlungsmaßnahmenplanung beschäftigen kann und nicht mit dem Procedere selbst. Ganz konkret heißt das, dass wir alles zur Verfügung stellen, was für die Befragung nötig ist. Das sind die Fragebögen in entsprechender Anzahl, Durchführungshinweise, Aushänge, Projektpläne und alles Weitere, was man operativ braucht. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, die Befragungen online durchzuführen, dann kümmern wir uns um die entsprechenden Einladungskarten.Besonders wichtig ist uns – und das betonen wir auch immer dem Kunden gegenüber – dass die Anonymität der Mitarbeitenden zu 100 Prozent gewahrt wird. Die handschriftlich ausgefüllten Fragebögen werden versiegelt direkt an sehlbach & teilhaber geschickt, wo die Antworten ins System eingepflegt werden, um eine Rückverfolgung über die Handschrift auszuschließen. Auch bei der Online-Befragung ist eine technische Rückverfolgung nicht möglich. Andernfalls wären die Ergebnisse aufgrund möglicher Befangenheit auch nicht viel wert.

So der Kunde es wünscht, helfen wir bei erfolgreicher Besiegelung auch gern bei der Verbreitung dieser Neuigkeit über unsere Homepage und Facebook.

Können Sie etwas aus Ihrer Erfahrung berichten? Was hat sich für die ausgezeichneten Unternehmen verändert?

Pauschal kann man das nicht beantworten, da das Siegel für jeden einzelnen Kunden eine andere Bedeutung hat, wie man an den drei verschiedenen Hauptnutzen sehen kann. Es gibt aber natürlich einige Musterbeispiele. Einer unserer wichtigen Kunden ist die Dorea Gruppe. Der Geschäftsführer von Dorea, Axel Hölzer, hat beispielsweise primär gar nicht aus dem Interesse an der Besiegelung am AAP teilgenommen, sondern hat die Befragungen als Analyse-Tool für eine Bestandsaufnahme in jenen Einrichtungen verwendet, die neu hinzugekauft wurden, um sich einen Überblick über den Ist-Zustand zu machen. Konsequenter Weise hat er über Folgebefragungen – nicht nur bei den Mitarbeitenden, sondern auch bei den Kunden – die eingeführten Maßnahmen dann überprüft. AAP Photo Fragebogen
Ein weiteres Musterbeispiel ist der Kinderkrankenpflegedienst Sugint und Scherf GmbH in Hannover. Der wurde bereits fünf Mal mit dem AAP ausgezeichnet. Dazu muss man hervorheben, dass nur ca. 20 Prozent der teilnehmenden Unternehmen ausgezeichnet werden; Voraussetzung hierfür ist eine Rücklaufquote von mindestens 50 Prozent und eine überdurchschnittliche Bewertung in mindestens acht Items. Dieses Ergebnis bei über 100 Mitarbeitenden zu erzielen ist schon ein bemerkenswerter Erfolg. Sugint und Scherf hat diese Auszeichnungen dann verstärkt für die Außenwerbung genutzt und konnte über die Jahre die Belegschaft erfolgreich vergrößern.

Was war eine der spannendsten Erkenntnisse? Was hat Sie in der AAP Arbeit überrascht?

Die überraschendsten bzw. interessantesten Erkenntnisse liefern tatsächlich die kundenübergreifenden Ergebnisse. Z.B. die Auswertung von Benchmark-Daten haben mich sehr beschäftigt. Bei etwa 25.000 Befragten hat das Item „Unsere Einrichtung tritt nach innen genauso auf wie nach außen“ einen der schlechtesten Werte erzielt. Dass diese Gegenüberstellung von ‚Schein und Sein‘, also der Wunsch nach Authentizität, den Mitarbeitenden so wichtig ist, damit hätte ich nicht gerechnet. Dass die Items zum Gehalt und zu den Sozialleistungen im Wettbewerb schlecht ausfallen, war zu erwarten, doch dann ist da das Item „Ich kann nachvollziehen, wie die unterschiedlichen Gehaltsstufen aufgebaut sind“: Dieses Item hat den aller schlechtesten Wert. Daraus schließe ich, dass Transparenz und Information, gekoppelt mit Authentizität und Aufrichtigkeit bei den Mitarbeitenden der Pflege besser punkten können als viele andere Aspekte. Unterstützt wird diese Annahme auch durch die überdurchschnittlich positive Beantwortung des Items „Unsere Einrichtung steht für klare Grundsätze und Werte“. Ich finde es sehr beruhigend, dass so viele der Pflegenden in Deutschland das Gefühl haben, für einen werteorientierten Arbeitgeber tätig zu sein und es ist ein klares Statement wider das schlechte Image der Altenhilfe: genau 21.660 Befragte in 544 Projekten empfinden dies so!

Zu guter Letzt: Wieso haben Sie sich für eine Kooperation mit contec entschieden und was sind die Vorteile, wenn man das Zusatzmodul contec-Zukunftscheck wählt?

Der Vorteil des contec-Zukunftschecks kann im Prinzip als ein vierter Hauptnutzen des AAP gesehen werden: Es bietet den Blick über den Tellerrand, sprich, über die Momentbetrachtung hinaus und bewusst in die Zukunft. Das ist leider genau der Blick, den viele Einrichtungen meiden, weil sie zu sehr mit den aktuellen Herausforderungen beschäftigt sind. Aber die Branche steckt nicht nur im Hier und Jetzt der Pflegestärkungsgesetze, sondern muss ganz gezielt die Frage der Demografiefestigkeit für die Zukunft stellen: Wo steht mein Unternehmen 2025? Hier entwickelt sich ein Markt und den müssen wir gestalten – besser heute als morgen. Das ist der große Reiz am contec-Zukunftscheck. Auch hier geht es, bei Bedarf, um mehr als eine reine Ist-Analyse. Mit dem 3-Ebenen-Feedback wird über den Status Quo hinaus eine Priorisierung der Schwachstellen und Aufgabenfelder vorgenommen und gemeinsam mit Leitung und Mitarbeitenden ein Maßnahmenplan entwickelt. Wir pflegen etwas überspitzt zu sagen, dass Befragungen keine Probleme lösen, sie schaffen welche. Was man aus den Ergebnissen macht, bleibt schließlich dem Kunden selbst überlassen. Richtig eingesetzt und ausgewertet, liegt hier allerdings das Potenzial, sein Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. Die Expertise von außen kann hier unter Umständen entscheidend sein, denn wenn man sich darauf verlässt, alles selbst organisieren zu können, ist man häufig mehr mit dem Procedere beschäftigt, als mit der eigentlichen Umsetzung notwendiger Handlungsmaßnahmen.

Herr Sehlbach, herzlichen Dank für das Gespräch!

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