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Detlef Friedrich

Geschäftsführer der contec GmbH. Verantwortlich u.a. für Politik, Verbände, Innovation & Vernetzung.

Detlef Friedrich

Mittwoch, 27 Mai 2015 02:00

Entbürokratisierung und Prozessoptimierung - Hürden nehmen und Effizienz steigern

Entbuerokratisierung Text Fr PewsAm „Internationalen Tag der Pflege“ startete der Pflegebevollmächtigte Staatssekretär Karl-Josef Laumann seine Entbürokratisierungs-Tour und wird noch bis Juli bundesweit in insgesamt 15 Städten zu Gast sein, um gemeinsam mit der ehemaligen Ombudsfrau zur Entbürokratisierung in der Pflege, Elisabeth Beikirch vom Projektbüro EinSTEP, Fragen zur Umstellung auf die vereinfachte Pflegedokumentation zu beantworten. Ein wichtiges Signal und ein Schritt zur Aufklärung, denn mit der Implementierung des Strukturmodells kommt auf die Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege zwar ein komplexer Veränderungsprozess zu, doch birgt die Entbürokratisierung gleichzeitig enorme Chancen.

Langjährig eingeübte Routinen zur Anwendung sowie zur inhaltlichen Gestaltung des Pflegeprozesses werden überwunden und durch ein neues System ersetzt. Das stellt insbesondere solche Einrichtungen vor enorme Herausforderungen, die keine optimale Kontinuität im Personalstamm oder im Leitungsbereich vorweisen können oder mit Schwankungen in der Prozess- und Ergebnisqualität zu kämpfen haben. Längst bekannt ist das Problem, dass die bestehende Bürokratie in der Pflegedokumentation für viele Fachkräfte eine Belastung darstellt. Doch geht dieses Bewusstsein nicht mit einer bedingungslosen Erleichterung über die Ablösung durch ein neues Dokumentationsschema einher: Die Ablösung der bestehenden Pflegeprozessdokumentation, die auch gegenüber externen Prüfinstanzen als Sicherheit für das Bestehen einer externen Qualitätsprüfung galt, bedeutet nämlich zugleich auch eine Abkehr von einem lange eingeübten, vertrauten und auch in weiten Teilen bewährten System. Und ein solch entscheidender Veränderungsprozess wirft automatisch viele Fragen, Unsicherheiten und gemischte Emotionen auf. Die bestehende Pflegedokumentation stützt sich in vielen Betrieben des SGB XI auf das bedürfnisorientierte Pflegemodell nach Monika Krohwinkel. Ob dieses die optimale Grundlage für die Anwendung des Strukturmodells bietet, muss im Rahmen der Umstellung neu bewertet werden. Ebenso bedürfen auch die sich ergebenen Implikationen auf das bestehende Qualitätsmanagement-System des Trägers einer Prüfung, bevor das neue Formularwesen, welches durch das Strukturmodell gestellt wird, inhaltlich ausgearbeitet wird. Diese inhaltliche Arbeit ist der Umstellung des Formularwesens nachzuschalten und erfordert die Begleitung der Anwender durch höchstqualifizierte Methoden und Fachkompetenz.

Steigende fachliche Anforderungen

Das neue Strukturmodell stellt in seiner Anwendung steigende fachliche Anforderungen an die Pflegefachkräfte, denn das auf Kriterien basierende Herleiten von pflegerischen Risiken entfällt weitgehend und wird durch ein Initialassessment ersetzt, welches strikt den Entscheidungen der pflegeprozesssteuernden Pflegefachkraft folgt. Ausgehend von allen bis dahin erfassten Informationen in der Strukturierten Informationssammlung (SIS) werden diese abschließend verschränkt dargestellt und bewertet. Die Komplexität, die in vielen Pflegesituationen gegeben ist, erfordert auch künftig einen fehlerfreien pflegerisch-diagnostischen Prozess, der über die neuen Anforderungen an die Pflegedokumentation nicht länger detailliert abgebildet werden muss. Des Weiteren werden auch Pflegeziele sowie pflegerische Strategien nicht länger explizit festgehalten. Von großer Tragweite ist die Tatsache, dass das Verfassen pflegerischer Berichte und die Evaluation eine inhaltliche Tiefe sowie fachliche Auseinandersetzung mit dem Pflegeverlauf erfordert, welche dem Anwender eine enorme fachliche und methodische Kompetenz abverlangt. Dieser Anforderung müssen die Pflegeteams gewachsen sein, um die Umstellung der Pflegedokumentation ohne negative Auswirkungen auf die Qualität - auch der Ergebnisqualität - zu bewältigen.

Stolpersteine werden zu Stufen

Trotz manch holpriger Steine, die der Weg zu einer Umstellung auf das neue Pflegedokumentationssystem mit sich bringt, ist die Anwendung des Strukturmodells für Einrichtungen, die keine effiziente Pflegedokumentation haben sinnvoll und bietet eine einmalige Chance zur dauerhaften Reduzierung des Umfangs der Pflegedokumentation. Daneben kann auch eine bloße Verschlankung bestehender Dokumentationsweisen eine Möglichkeit bieten, den Weg der Entbürokratisierung einzuschlagen. Nicht zu vergessen ist jedoch, dass die Qualität einer Einrichtung mit der Güte eines Veränderungs- und Implementierungsprozess steht und fällt. Dabei ist das Thema Bürokratie nicht die einzige Herausforderung, mit der sich viele Einrichtungen auf dem Weg zu schlanken, effizienten und kunden- sowie mitarbeiterorientierten Arbeitsprozessen konfrontiert sehen und welche die Leistungskraft einer Organisation bestimmt. Oftmals sehen sich Betriebe als nicht ausreichend leistungsfähig und in Zeiten einer immer knapper werdenden Personalressource nicht zukunftsfähig genug aufgestellt, denn die Anforderungen an die Qualität steigen weiter bei gleichbleibendem Kostendruck.

Daher braucht es für einen sicheren passgenauen Implementierungsprozess fundierte Konzepte, sowie eine exakt zugeschnittene Begleitung für Träger und einzelne Einrichtungen. Haben Sie Fragen rund um Analyse und Optimierung der Pflegeorganisation, Beratung und Begleitung bei der Implementierung sowie Anwendung des Strukturmodells oder rund um Konzepte der Pflegeprozessoptimierung? Unsere Experten haben das Know-How und beraten Sie gern. Kommen Sie einfach auf uns zu!

Kontakt:
Barbara Pews
Management- und Organisationsberaterin
fon: +49(0) 234 45273-0
fax: +49(0) 234 45273-99
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