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Dr. Thomas Müller

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Dr. Thomas Müller

Dienstag, 21 November 2017 08:14

Neue Geschäftsmodelle der stationären Altenhilfe – nicht ohne die richtige Führungskräfteentwicklung!

shutterstock 188617211 250Die Altenpflege steht vor großen Herausforderungen – vom akuten Fachkräftemangel bis hin zu den sich stetig wandelnden Rahmenbedingungen. Auf Seiten der Anbieter von stationären Pflegeangeboten erfordern diese Herausforderungen ein Umdenken und die Überprüfung ihrer Geschäftsmodelle. Die Auswirkungen der Pflegestärkungsgesetze machen eine Organisationsform mit einem ins Quartier eingebetteten Leistungsportfolio möglich, wobei das Verständnis einer stationären Einrichtung als „Nukleus“ einer intersektoralen Gesamtversorgung maßgeblich ist. Für die Umsetzung dieser neuen Geschäftsmodelle ist die Entwicklung der operativen Führungskräfte entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg.

 Mit den Pflegestärkungsgesetzen wurde der Grundsatz „ambulant vor stationär“ durch eine Förderung von ambulanten Pflegeleistungen gestärkt, wodurch neue Geschäftsmodelle für stationäre Einrichtungen ein großes Potential bieten. Mit einem intersektoralen Ansatz bietet sich eine Vielzahl an möglichen Ergänzungen zum Leistungsportfolio. Somit können ambulante Pflegeangebote, Betreutes Wohnen oder Beratungsleistungen das Pflegeheim vom „letzten Glied“ in der Versorgungskette hin zum „Nukleus“ einer sozialraumorientierten Versorgungsstruktur wandeln. Bei der Implementierung neuer Geschäftsmodelle gilt es, eine Überforderung der Mitarbeitenden aufgrund von immer komplexeren Aufgabenstellungen ohne entsprechende Unterstützung zu vermeiden und besonders operative Führungskräfte bei den Veränderungen mitzunehmen.

Operative Führungskräfte ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg

Führungskräfte der operativen Ebene sind besonders wichtig für den Unternehmenserfolg, denn Heimleitung und PDL sind verantwortlich für die Belegungsplanung, das Sachkostenmanagement und die Dienstplangestaltung und haben daher einen direkten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit sowie die Pflegequalität. Werden diese Positionen nicht von Beginn an in den Umsetzungsprozess neuer Geschäftsmodelle eingebunden, wird sich eher der erlebte Druck verstärken und Krankenstände und Fluktuationsraten in die Höhe treiben. Eine systematische Entwicklung der operativen Führungskräfte findet in der unternehmerischen Praxis jedoch häufig nicht statt. Scheiden Mitarbeitende als Heimleitung oder PDL aus dem Unternehmen aus, stehen geeignete Nachfolger oft weder intern noch extern zur Verfügung. Wird eine solche Position dann lediglich „formal“ besetzt, können Schwächen auf fachlicher Ebene oder im Führungsbereich einen negativen Einfluss auf die personelle Situation  im Unternehmen haben. Werden Führungskräfte auf operativer Ebene jedoch nachhaltig entwickelt und in ihrer Rolle als Führungskräfte bestärkt, können sie für eine höhere Motivation sowie die positive Entwicklung der Arbeitgeberattraktivität sorgen. Damit werden gute Voraussetzungen für  geringere Krankheitsausfälle und Fluktuationsraten bei den Mitarbeitenden geschaffen. Die Bedeutung von operativen Führungskräften für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen ist ein wichtiges Argument für die Implementierung von effizienten Entwicklungsprogrammen. Ein anderer, nicht weniger relevanter Faktor, ist die zunehmende Komplexität der Aufgaben, sowohl im Dienstleistungs- als auch im Personalführungsbereich.

Veränderung der Führungsstruktur hin zum Rollenmodell

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 Silvia Breyer

Erfolgreiche Dienstleister von Pflegeangeboten stellen den Kunden in den Mittelpunkt – strategische Entscheidungen werden daran orientiert, wie das Kundenerlebnis möglichst positiv gestaltet werden kann. Dafür ist ein Umdenken des gewohnten  Führungsmodells erforderlich - weg von der  klassischen „Pyramide“ hin zu einem Rollenmodell, in dem der Kunde in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt wird. In diesem Rollenmodell ist die Vorstandsebene für die Festlegung von Visionen, Zielen und Werten im Unternehmen verantwortlich, während die operative Führung die konkreten Rahmenbedingungen anhand dieser Ziele für die Mitarbeitenden schafft. Diese Fachkräfte wiederrum beeinflussen das Kundenerlebnis – werden ihre Vorgesetzten befähigt, sie sowohl auf fachlicher als auch menschlicher Ebene zu führen, können sich die Mitarbeitenden bei der Durchführung der Dienstleistungen deutlich kundenorientierter Aufstellen.

Von der Idee zur Umsetzung – Entwicklung der Führungskräfte

Um Führungskräfte als „Gestalter der Veränderung“ zu entwickeln, sollten diese in einigen Kernbereichen qualifiziert werden. Es können drei Qualifizierungsbereiche identifiziert werden, in denen Führungskräfte weiterentwickelt werden müssen – im fachlichen, sozialen und Führungsbereich. Auf fachlicher Ebene werden Kenntnisse in den Bereichen des Einstufungsmanagements, der Personalbemessung und der Dienstplanung erweitert, wobei es sinnvoll ist, die gezielte theoretische Qualifizierung mit der Bearbeitung konkret anstehender Aufgaben im Unternehmen in Projektgruppen zu verknüpfen. So können Veränderungen bei der Dienstplangestaltung oder neue Methoden der Pflegedokumentation gemeinsam von Führungskräften gestaltet werden und das Erlernte in der praktischen Umsetzung anwendet werden. Im Hinblick auf die soziale Kompetenz geht es um die Befähigung, Konflikte zu lösen, andere von Ideen und Lösungen zu überzeugen und vor allem, eine offene Kommunikation zu gewährleisten. Hinsichtlich ihrer neuen Führungsrollen sollten operative Führungskräfte lernen, als Übersetzer der Unternehmensstrategien und -ziele für die Mitarbeitenden zu agieren und somit eine stärkere Bindung zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen zu etablieren. Nehmen Führungskräfte die Belange ihrer Mitarbeitenden ernst und bleiben sie mit ihnen im Dialog, wird es ihnen gelingen, ihre Mitarbeitenden im Veränderungsprozess mitzunehmen und sie auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten.

Text: Silvia Breyer, Managementberaterin und Projektleiterin conQuaesso®  , Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bildnachweis: © Syda Productions/shutterstock.com

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